Weinanbau in Südtirol

Klein, aber facettenreich, so lässt sich das Weinanbaugebiet Südtirol am besten beschreiben. Wo die Flüsse Eisack und Etsch sich durchschlängeln, gedeiht eine Fülle an erstklassigen Weinen.

Dank seiner geografischen Lage zwischen alpinem und mediterranem Klima und einer Höhenlage, die von 200 bis 1.000 Meter Seehöhe reicht, kann der Südtiroler Weinbau auf knapp 5.400 Hektar Rebfläche und circa 20 Rebsorten zurückgreifen und ist damit als eines der kleinsten Weinanbaugebiete Italiens doch ganz groß am Markt.

Das Zusammenspiel von Böden und Klima ist in Südtirol für den Wein einfach perfekt: mildes, alpin-kontinentales Klima mit über 300 Sonnentagen im Jahr, im Norden die Alpen, die die Südtiroler Weinberge von den kalten Winden verschonen.
Im Süden hin ist das Land offen, so dass die mediterranen Strömungen von Gardasee und Mittelmeer auf die Weinanbaugebiete wirken können.
Große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, eine Durchschnittstemperatur von 18 °C während der Wachstumsphase und ausreichend Niederschläge schaffen zudem ideale Voraussetzungen für eine hohe Traubenqualität.

Kein anderes Land in der EU hat so einen hohen Weinbau wie hier in Südtirol. Bis auf 1.400 Meter Meereshöhe gedeihen beste Reben, darunter auch die bekanntesten Sorten wie Vernatsch, Lagrein und Gewürztraminer.

Die Weinreben wurden früher an „Pergeln“  (=senkrecht eingeschlagene Holzpfähle)  befestigt und so angebaut. Heute werden hauptsächlich die Drahtrahmen und Betonpfähle eingesetzt. Durch die Drahtrahmen und Betonpfähle reifen die Trauben bei verhältnismäßig weniger Sonneneinstrahlung schneller.

Im März und April, wenn die Reben anfangen zu „bluten“ – so nennt man den Saftaustritt an den Schnittwunden – werden die Fruchtruten nach unten gebogen und gebunden. Bei diesen Bindearbeiten stehen die Winzer (=Weinbauern) oft im wahrsten Sinne des Wortes „im Regen“ – und das auch noch gerne, denn die feuchte Witterung verhindert, dass die Ruten beim Biegen brechen. Durch das Biegen und Binden wird eine gleichmäßige Verteilung der Triebe erreicht. Die Rebe wird sozusagen in Form gebracht. Im April werden die Böden der Weinreben aufgelockert, um das Wachstum anzuregen.
Ende April/ Anfang Mai werden die Weinreben gegen Pilzkrankheiten mit meist organischen Fungiziden gespritzt. Je nach Wetter müssen die Weinreben vier bis sieben Mal gespritzt werden.

Während der Blütezeit im Juni sollten die Trauben möglichst Ruhe haben. Um ein Abbrechen der Reben zu verhindern, werden die am Bogen wachsenden Reben in dieser Zeit aufgebunden oder gekürzt.
Während die Trauben in Ihrer Wachstumsphase sind, schneiden die Bauern die überflüssigen Blätter und schon einige erbsengroße Beeren ab. Somit können die Trauben besser und schneller wachsen.
Im September ist es dann endlich soweit – die Erntezeit.
Dieser Vorgang kann bis zu drei Wochen dauern, vor allem bei Handarbeit.

Ein letztes Mal vor dem Winter müssen die Weinbauern dann noch die Weinreben auf Vordermann bringen. Die Wiesen werden durch das Ernten stark zertretet, somit müssen diese noch umgepflügt werden.

Nun können unsere Weinbauern Ihre Winterpause genießen.

In gemütlichen Stuben oder modern gestalteten Vinotheken empfangen unsere Weinproduzenten Sie als Gäste. Und vom Frühling bis tief in den Herbst erwarten sie Weinfestivals, Wein - Kultur - Wochen, Erntefeste und vieles mehr. Hier in Südtirol wird Wein – Gastfreundschaft sehr groß geschrieben.
Die Weinliebhaber kommen hier ganz bestimmt auf Ihre Kosten!

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