Schutz gegen Heuschnupfen

Nun zeigt uns der Mai endlich seine warme Seite, aber damit ist auch die Pollensaison wieder richtig ins Laufen gekommen. Die Heuschnupfen-Zeit hat, zum Leid vieler Menschen, begonnen.

Die Symptome reichen von Augenjucken, tränenden gereizten Augen, Niesreiz, Schnupfen, Erschöpfung, Hautekzeme, Husten bis hin zu Asthma.

Aber bevor Sie zu Medikamenten greifen, was in bestimmten Situationen, je nach Stärke der Reaktion auf die Pollen, sicher notwendig wird, versuchen Sie es doch zuerst vorbeugend mit folgenden Tipps:

Je früher und schneller Sie auf die Pollenreaktion reagieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie den Heuschnupfen, bevor er richtig stark auftritt, eindämmen können.

Doch wieso reagiert der Körper so stark auf die Pollen? Vereinfacht gesagt, erkennt das Immunsystem die Pollen als Angreifer und schüttet Botenstoffe aus, die dann zu den bereits genannten und sicher bei so manchem Leser bekannten Symptomen führen. Dabei kann die Intensität der allergischen Reaktion individuell sehr unterschiedlich sein. Jedoch ist ein Zusammenhang zwischen der Stärke der Symptome und der Pollenkonzentration in der Luft festzustellen. Die Pollenkonzentration in der Luft hängt vom Fortschritt der Pflanzenentwicklung und von der herrschenden Witterung ab, so sind die Pollen bei längerer Trockenheit am stärksten verbreitet.

Mit folgenden Tipps können Sie den Heuschnupfen austricksen, bevor er Sie überfällt:

  1. Wichtig ist es Ihre Wohnung regelmäßig zu Saugen und zu Wischen, das verringert die Gefahr, dass Pollen in der Wohnung herumwirbeln. Es gibt auch spezielle Mikrofilter für den Staubsauger, die dafür sorgen, dass wenig Staub aufgewirbelt wird. Wer es ganz genau nehmen will, kann sogar einen speziellen Antiallergiker Staubsauger mit komplett versiegeltem Gehäuse verwenden, aus dem keine Staub- oder Pollenpartikel herausdringen. Spezielle Tücher zum Wischen können Staub und Pollen anziehen und festhalten. Es gibt sogar Pollenfilter für das Auto, so gelangen währen der Autofahrt keine Pollen ins Innere.
  2. Schutzgitter an Türen verhindern, dass Pollen durchs Fenster eindringen. So wird die Pollenbelastung in den Wohnräumen verringert.
  3. Lüften Sie die Wohn- und Schlafräume nur zu bestimmten Zeiten. Lüften sollte man auf dem Land eher am Abend, da der Pollenflug morgens am stärksten ist und in der Stadt lüften Sie umgekehrt am Morgen. Am besten lüften Sie die Räume kurz nach einem Regenguss.
  4. Ziehen Sie Ihre Bekleidung nicht im Schlafzimmer aus und lassen Sie sie auch nicht im Schlafzimmer auf der Kommode oder ähnlichem liegen. Die Pollen klammern sich an die Kleidung fest und würden Sie in der Nacht, während Sie schlafen „attackieren“. Wechseln Sie die Bettwäsche mindestens einmal pro Woche.
  5. Gehen Sie öfters vor dem zu Bett gehen duschen, waschen Sie sich die Haare vor dem Schlafen und schminken Sie sich gründlich ab. Wenn Sie die Haare nicht täglich waschen wollen, ist auch das Ausbürsten der Haare schon hilfreich.
  6. Trocknen Sie Ihre Wäsche nicht im Freien. Hängen Sie die Kleidung lieber in der Wohnung auf. Für Allergiker ist im Allgemeinen ein Wäschetrockner empfehlenswert.
  7. Vermeiden Sie es zu rauchen und Alkohol zu trinken. Durchs Rauchen werden die Schleimhäute noch mehr gereizt und durch das Trinken alkoholischer Getränke kann Niesen, Juckreiz, Kopfschmerzen und Husten hervorgerufen oder verstärkt werden. Dabei ist gar nicht der Alkohol das Problem, sondern die Histamine, die im Herstellungsprozess alkoholischer Getränke bei der Gärung gebildet werden. Histamin kommt im menschlichen Körper, in Pflanzen und Bakterien vor. Bei einer Allergie wird es vermehrt im Körper gebildet und löst Heuschnupfen-Symptome aus. Histamine sind in unserem Organismus körpereigene Abwehrstoffe und da das Allergen vom Organismus als schädlich identifiziert wird, reagiert der Körper mit der Ausschüttung von Histamin. Davon kommt auch der Name Antihistaminika für Heuschnupfenmittel.
  8. Tragen Sei eine Sonnenbrille, wenn Sie einen Spaziergang machen, so dass die Polen nicht direkt an die Augen gelangen.
  9. Vermeiden Sie es sich auf Wiesen und Felder aufzuhalten, wenn es sehr warm, trocken und windig ist.
  10. Beachten Sie die Pollenvorhersagen, die häufig bei den Wetterberichten integriert sind. Wenn starker Pollenflug vorhergesagt wird, versuchen Sie eher im Haus zu bleiben und das Joggen zu verschieben.
  11. Gesundes Essen: Die Ernährung hat einen Einfluss auf die Schwere der Allergie-Symptome. Essen Sie vitaminreich und frisch. Trinken Sie ausreichend Wasser. Vermeiden Sie es Salami und Käse zu essen.

Wenn Sie folgende Vorbeugung nicht leisten konnten, oder es trotzdem zu den lästigen Symptomen kommt, haben wir folgende Tipps, um sich auf natürliche Weise von den unangenehmen Beschwerden des Heuschnupfens zu befreien:

  • Dampfbad mit Kochsalzlösung: Bringen Sie Wasser in einem Topf zum Kochen und geben Sie etwas Kochsalz dazu. Nehmen Sie den Topf vom Herd und inhalieren Sie den salzhaltigen Dampf für ca. zehn Minuten ein.
  • Besorgen Sie sich eine Nasenspülung mit Kochsalz zum Kaufen oder selbstgemischt.
  • Ein feuchter Lappen auf den Augen hilft gegen den Juckreiz.
  • Tropfen Sie ein bisschen Pfefferminzöl in eine Schüssel mit Wasser, die ätherischen Öle wirken schleimlösend und erleichtern mit der Zeit das Atmen.
  • Versuchen Sie sich im Allgemeinen nicht zu stressen. Stress verschlimmert die Symptome rasant. Wenn sie der Heuschnupfen überfallen hat, ist es besser sich vorerst geschlagen zu geben und sich etwas auszuruhen, so beruhigt sich die Lage schneller und Sie fühlen sich bald wieder befreit von den Heuschnupfenplagen.

Hoffentlich können Ihnen diese Tipps helfen, den Heuschnupfen vorzubeugen und damit umzugehen! Versuchen Sie es doch zuerst mit diesen natürlichen Tricks, bevor sie zu den Medikamenten greifen. Wenn der Heuschnupfen aber auf direkten Angriff übergeht, werden Sie sich wohl auch mit Medikamenten oder anderen Mitteln zu helfen versuchen.

Alles Gute für alle Allergiker für die hoffentlich nicht allzu lang andauernde Pollensaison!

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