Stammgästewoche im Jagdhof 17.03. - 24.03.2018

From Piris with love! In dieser Woche nehmen wir uns extra viel...

Scheibenschlagen - ein alter Brauch im Vinschgau

Jedes Jahr am ersten Fastensonntag wird der traditionelle Brauch des „Scheibenschlagens“ im Ober-und Mittelvinschgau abgehalten. Dabei werden glühende Holzscheiben mithilfe einer Rute von Berghängen ins Tal geschleudert. Dieses Ritual soll der Austreibung des Winters dienen und ein gutes Erntejahr hervorrufen.

Der Brauch wird hauptsächlich von einzelnen Vereinen in den kleinen Vinschgauer Dörfern aufrecht erhalten. Dabei gehen vor allem die jungen Burschen und Männer in den Tagen zuvor zum Holz sammeln um sich daraus die Holzscheiben zu schnitzen. Diese Holzscheiben haben einen Durchmesser von ca. 15-25 cm mit einem Loch in der Mitte, damit man sie gut mit einer Rute zu Tal schlagen kann.
Gleichzeitig wird eine hohe, kreuzähnliche Holzstange mit Stroh umwickelt und auf den besagten Berghängen aufgestellt. Diese Stange wird „Larmstange“ oder „Hex“ genannt und sobald die Abenddämmerung einsetzt, wird die Stange angezündet und mit lautem Geschrei sollen wohl der Winter, die Dunkelheit und das Unheil vertrieben werden. Jetzt werden auch die geschnitzten Holzscheiben mit der Rute ins Feuer gehalten und sobald diese glühen mit kreisförmigen Schwingungen zu Tal geschleudert. Dabei werden verschiedene Reime aufgesagt, mit denen man für ein glückliches Jahr und eine gute Ernte bittet.

In diesem Jahr findet der Scheibenschlagsonntag am 14. Februar statt und wird vor allem in den oberen und mittleren Vinschgauer Dörfern St. Valentin auf der Haide, Mals, Burgeis, Schleis, Laatsch, Tartsch, Schluderns, Glurns, Prad am Stilfserjoch, Tschengls, Laas, Tanas, Kortsch, Schlanders, Vetzan abgehalten. Ein besonderes Ritual welches man gesehen haben muss!

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