Packliste für den Wanderurlaub: Das muss mit!

Wer Fotos von Alpinisten aus den 70er- und 80er-Jahren ansieht, der glaubt es kaum: Da stehen Männer und Frauen, bekleidet mit einfachen Wollpullovern und Cordhosen, lässig mit einem Seil in der Hand am Gipfelkreuz. Wer sich dagegen heute in die Berge aufmacht, begegnet Wanderern, die in ihrer Funktionskleidung aussehen, als würden sie sich zu einer Mondmission aufmachen.

Wandern ist zum Business geworden und bei den Sportartikel-Herstellern klingelt die Kasse. Doch welche Ausrüstung ist für den Wanderurlaub tatsächlich notwendig? Was brauche ich und welche Artikel muss ich erst gar nicht kaufen?

Wir vom DolceVita Hotel Jagdhof haben für Sie einige Tipps zusammengestellt, damit Sie beim Bergwandern gut zurechtkommen. Dabei halten wir uns an den Grundsatz „So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“

Die perfekte Ausrüstung für das Bergwandern

Die Bedeutung der Ausrüstung für das Bergwandern folgt dem Zwiebel-Prinzip: Alles, was „außen“ ist, ist besonders wichtig – das heißt: Eine gute Regenjacke ist unumgänglich und entscheidet darüber, ob eine Wanderung abgebrochen werden muss. Funktionsunterwäsche ist zweifelsohne bequem, jedoch mäßig bedeutsam. Dreitausender kann man durchaus auch ohne bezwingen.

Die Basics

  • Wanderschuhe
    Die wichtigsten Begleiter für den Wanderurlaub sind gut sitzende Wanderstiefel. Wer will schon mit Blasen an den Füßen über Stock und Stein stapfen? Kaufen Sie Ihre Wanderschuhe am besten bereits vor dem Wanderurlaub, damit Sie diese noch einlaufen können. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Schuhe wasserdicht und robust sind und ein rutschfestes Profil haben. Für Einsteiger eignet sich ein leichterer Schuh. Wanderschuhe für den Hochgebirgseinsatz sind mit einer harten Sohle ausgestattet und deutlich schwerer.
  • Berghose
    Atmungsaktiv, wasserdicht, windabweisend und bequem – so sieht die ideale Trekkinghose aus. Achten Sie vor allem auf den Tragekomfort. Fast alle Bergsport-Marken haben inzwischen auch Berghosen für Herren und Damen im Angebot; gute Berghosen gibt es ab ca. € 70,00.
  • Fleece-Pullover oder -Jacke
    Fleece ist ein synthetisches Material. Für das Bergwandern eignet sich Fleece sehr gut, da es leicht ist, rasch trocknet und sehr viel mehr Schweiß aufnehmen kann als z.B. Baumwolle. Die Fasern sind außerdem robust und abriebfest. Es lohnt sich, in einen hochwertigen und teureren Pullover zu investieren, da „billiger“ Fleece nach einigen Wäschen „Knötchen“ bildet und die Form verliert. Nachteil des Materials ist die Geruchsentwicklung bei intensiver Anstrengung; es gibt inzwischen jedoch auch Mischungen mit natürlichen Fasern, z.B. Fleece-Jacken, die aus einem Polyester- und Merinowolle-Faser-Mix bestehen.
  • Regenjacke
    Wer beim Bergwandern einmal von einem Gewitter überrascht wurde, weiß: Die Regenjacke gehört unbedingt in den Rucksack! Auch dann, wenn man frühmorgens von einem strahlend blauen Himmel empfangen wird und gutes Bergwetter angekündigt wurde. In luftigen Höhen kann sich das Wetter innerhalb einer halben Stunde komplett ändern; auf diese Situation sollte jeder Wanderer vorbereitet sein. Dabei muss es nicht gleich die teure Hard- oder Softshell-Jacke sein, für den Wanderurlaub im Mittelgebirge tut es auch eine einfache, aber wasserdichte Regenjacke.
  • Rucksack
    Proviant, zusätzliche Bekleidung, Handy etc. – ein Rucksack muss natürlich mit in den Wanderurlaub. Achten Sie beim Kauf des Rucksacks nicht nur auf Funktionen und Gewicht, sondern auch auf die Passform: Ist er angenehm zu tragen? Testen Sie den Rucksack unter Last und füllen Sie ihn mit Gewichten. Die richtige Größe hängt vom Zweck des Rucksacks ab: Für eine Tageswanderung genügen 25 Liter Volumen. Für mehrtägige Hüttentouren eignen sich Rucksäcke zwischen 25 und 50 Litern Volumen.
  • Erste-Hilfe-Set
    Ein kleines Erste-Hilfe-Set sollte stets mit in die Berge, selbst bei Tagestouren. Idealerweise umfasst das Notfallset für das Bergwandern Wundpflaster, Schnellverband und Mullbinde, einen zusätzlichen Druckverband für Schlagader-Verletzungen, Blasenpflaster und Alkoholtücher für die Desinfektion von Schürfwunden.

Neben den genannten Basics gehören natürlich Wasser und Proviant in den Rucksack, eine Karte bzw. ein digitales GPS, ein aufgeladenes (!) Handy, ein Taschenmesser und ein Feuerzeug. Sehr wichtig ist außerdem der Sonnenschutz: Gerade im Frühjahr, wenn es am Berg oft noch kühl ist, tendiert man dazu, die Sonne zu unterschätzen. Starke Sonnenbrände können jedoch richtig gefährlich sein! Also immer eine Mütze und Sonnencreme mitnehmen und sich möglichst schon vorher sorgfältig eincremen. Auch eine Sonnenbrille mit CE-Zeichen muss mit, besonders dann, wenn eine Gletschertour geplant ist. Mit der Höhe steigt auch die UV-Belastung und die sogenannte „Schneeblindheit“, also der Sonnenbrand in den Augen, kann dauerhafte Schäden verursachen.

Wanderurlaub in den DolceVita Hotels

Alle fünf Südtiroler DolceVita Hotels liegen ideal für einen entspannten Wanderurlaub in Südtirol. Vom DolceVita Hotel Jagdhof in Latsch, dem DolceVita Hotel Preidlhof, dem Erlebnis & Genuss Resort Lindenhof und dem Familienhotel Feldhof in Naturns sowie vom DolceVita ALPIANA RESORT in Völlan aus erreichen Sie rasch per Seilbahn oder Auto den Naturpark Texelgruppe.

Der Naturpark Texelgruppe und der Meraner Höhenweg

Der 33.000 ha große Naturpark erstreckt sich über zahlreiche Südtiroler Gemeinden und umfasst neben dem Gebirgskamm Texelgruppe auch die Ötztaler und die Stubaier Alpen. Das enorm vielfältige Wandergebiet reicht von den Weinhängen in Dorf Tirol bis zu kargen Dreitausendern. Der beliebteste Wanderweg des Naturparks ist der Meraner Höhenweg.

Bildquelle © oneinchpunch – stock.adobe.com

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