Stammgästewoche im Jagdhof 17.03. - 24.03.2018

From Piris with love! In dieser Woche nehmen wir uns extra viel...

Goaßlschnöllen in Südtirol

Es kracht und schnallt… Goaßlschnöllen ist eine typische alte Südtiroler Tradition. Dabei wird die „Goaßl“, eine Art Peitsche, die aus einem Leder- oder Drahtgarn, Lärchenharz und dem „Schmitz“, ein rotes Seidenband am Ende der Goaßl, besteht, geschwungen.

Die Goaßlschnöller schwingen die Goaßl und dabei wird der Schmitz zur Überschallgeschwindigkeit gebracht und es ertönt ein lauter Knall. Dabei sieht das Schwingen dieser Peitsche einfacher aus als es in Wirklichkeit ist. Die Goaßlschnöller halten ihre Goaßl mit beiden Händen und schwingen sie von vorne nach hinten und von rechts nach links.

Ursprünglich wurde das Goaßlschnöllen zum Viehtreiben und als Verständigungsmöglichkeit der Hirten auf den Almen genutzt. Heute wird an bestimmten Kirchtagen, auf Dorffesten, Almabtrieben oder Faschingsumzügen die Goaßl geschwungen.

In Prad am Stilfser Joch, einem Dorf im Vinschgau, wird diese Tradition noch sehr aktiv ausgeübt. Dort findet zum Beispiel in der Nacht vom 30. April auf den 1.Mai das Maischnölln statt, mit dem Sinn den Winter auszutreiben.

Das Goaßlschnöllen wird mittlerweile nicht nur für traditionelle Zwecke ausgeführt, sondern handelt es sich beim Schnöllen bereits um eine Sportart mit festen Regeln. Jährlich wird vom Südtiroler Landesverband eine Meisterschaft organisiert, in der sich einzelne Gruppen untereinander messen können.

Die Gruppe der Prader Goaßlschnöller wurde 1993 als Verein gegründet und zählt mit 500 Mitgliedern zu den besten Schnöllern im Alpenraum. Die Prader Goaßlschnöller setzten Ihr Können bereits in verschiedensten Meisterschaften unter Beweis. In Prad lebt sogar ein Goaßlhersteller, denn die Prader wissen, nur mit einer gut gemachten Goaßl gibt es auch einen ordentlichen Knall. Dieser flechtet aus Leder oder Drahtgarn Goaßln, die je nach Können und Körpergröße des Schnöllers drei bis vier Meter missen.

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