Die Geranie: Brennende Liab

In diesen Tagen kann sie in allen ihren schönsten Farben auf den verschiedenen Gärtnereien oder auf dem Blumenmarkt in Bozen bewundert werden, die Rede ist von der Geranie, welche im Südtiroler Volksmund auch Brennende Liab genannt wird.

Die ganzen warmen Monate über ziert sie mit ihrer üppigen Blütenpracht die vielen Balkone und Terrassen der Südtiroler, aber schmückt auch Hotels, Trachtenhüte, Dorfbrunnen, Fensterläden, Bauernhöfe und Wegkreuze.

Schon seit jeher sind die Geranien, vor allem die Hängegeranien, der beliebter Klassiker unter den Balkonpflanzen. Die Brennende Liab liebt etwas kühlere Nächte, die wesentlich zu ihrer Schönheit und dem Wachstum beitragen. Zudem ist diese Pflanze sehr pflegeleicht. Mancherorts sind die Mainächte noch etwas zu kühl und so werden die Geranien nachtsüber abgedeckt oder in das Warme gebracht. Generell sollten alle Sommerblumen in Südtirol erst nach dem Fest der “Eisheiligen” in das Freie gestellt werden. Als Eisheiligen werden die Tage Pankratius am 12. Mai, Servatius am 13. Mai, Bonifatius am 14. Mai und zu guter Letzt noch die „kalte Sophie“ 15. Mai benannt. Nach diesen Tagen kann man die Blumen endgültig ins Freie entlassen. Heute gibt es die Brennende Liab nicht nur mehr in kräftigem Rot, der Farbe der Liebe, sondern in diversen Farbtönen, von Rosa, Pink über Lila bis hin zu Orange, Weinrot oder Cremeweiß.

In ganz Südtirol wird sich kaum ein Hof finden, dessen Balkone nicht Geranien zieren! Bei Ihrem nächsten Wanderurlaub in Südtirol werden Sie diese Farbenpracht wieder bewundern können!

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