DER WINDCHILL- EFFEKT
Was bedeutet Windchill- Effekt (Wind-Kälte-Faktor)?
Bei vielen Blogthemen im Winter war vom sogenannten Windchill- Effekt (Wind-Kälte-Faktor) die Rede. Doch um was genau handelt es sich dabei beziehungsweise was bedeutet dieser Effekt eigentlich? Die Bewohner des Vinschgaus kennen den Windchill- Effekt nur zu gut. Das Tal im Westen Südtirols ist nämlich nicht nur als Apfelparadies und wegen seiner einzigartigen klimatischen Verhältnisse und seiner wunderschönen Bergwelt berühmt. Auch der „Vinschgerwind“ ist weit über die Grenzen hinaus bekannt. Dieser weht nämlich recht häufig – und mitunter oft auch sehr heftig. Im Sommer sorgt er als leichtes Lüftchen für angenehme Verhältnisse, während in den Städten wie Meran und Bozen die Luft oft „steht“ und die vielen Urlaubsgäste ordentlich ins Schwitzen bringt. In den warmen Monaten stellt er somit für unsere Gäste eine willkommene trockene und kühle Erfrischung dar. Doch im Winter kann er den Tal Ansässigen ab und zu ganz schön zu schaffen machen. Denn kalte Temperaturen in Kombination mit Wind sorgen für eisige Verhältnisse – dank Windchill- Effekt. Dieser englische Begriff kann mit Windkühle oder Windfrösteln übersetzt werden. Dieser Effekt, oft auch als Windchill-Faktor oder Wind-Kälte-Faktor bezeichnet, lässt die Temperaturen bei Wind viel kälter erscheinen als bei Windstille. Er beschreibt somit den Unterschied zwischen der gemessenen Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit. Bei einer Außentemperatur von 0 Grad Celsius und einer Windstärke von 35 km/h beträgt die gefühlte Temperatur etwa minus 7 Grad. Entsprechende Umrechnungstabellen und Listen für weitere Beispiele sind ganz einfach im Internet über verschiedene Suchmaschinen zu finden.
Der Windchill-Effekt tritt übrigens auch durch den Fahrtwind beim Rad- oder Motorradfahren auf. Er ist allerdings nur für Temperaturen unter 10 Grad definiert, da in diesem Bereich der Einfluss der Luftfeuchtigkeit vernachlässigt werden kann. Da diese Aktivitäten aber ohnehin meist im Sommer bei warmen Temperaturen ausgeübt werden, spielt der Wind-Kälte-Faktor diesbezüglich nur eine untergeordnete Rolle – und wird, wenn überhaupt, dann oft nur als Erfrischung wahrgenommen. Wer allerdings im Winter mit den Skiern die Pisten hinunter wedelt, der kann bei kalten Wetterbedingungen äußerst unangenehme Bekanntschaft mit ihm machen…
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